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05.09.2014 | CDU-Fraktion Berlin
20 Jahre nach dem Abzug - Berlin sagt Danke!
Die CDU-Fraktion Berlin erinnerte am 04.09.2014 mit einem Festempfang im Berliner Abgeordnetenhaus an den friedlichen Abzug der Alliierten aus Berlin vor 20 Jahren.
In einer Podiumsdiskussion blickte die CDU-Fraktion Berlin auf Initiative des Fraktionsvorsitzenden Florian Graf auf die schwieren Zeiten nach Ende des Zweiten Weltkrieges zurück, in denen die drei westlichen alliierten Kräfte USA, Frankreich und Großbritannien stets an unserer Seite standen. 

Unter der Moderation des Journalisten Jochim Stoltenberg (Berliner Morgenpost) diskutierte der Regierende Bürgermeister a.D., Eberhard Diepgen, mit Frau Dr. Gundula Bavendamm, Direktorin des AlliiertenMuseums Berlin, sowie Herrn Prof. Dr. Alexander Koch, Präsident des Deutschen Histrischen Museums.

Zur Begrüßung führte der Fraktionsvorsitzende Florian Graf aus:


Sehr geehrte Damen und Herren,
verehrte Gäste!

Im Namen der CDU-Fraktion Berlin begrüße ich Sie sehr herzlich hier im Festsaal des Berliner Abgeordnetenhauses. Ich freue mich, dass Sie so zahlreich erschienen sind, um mit uns gemeinsam an den 20. Jahrestag des Abzugs der Alliierten zu erinnern. Der Umstand, dass wir kurzfristig eine Videoübertragung organisieren mussten, weil der Andrang so groß ist, ist Ausdruck ihrer Verbundenheit mit den Westallierten und ihres großen Interesses für diesem Thema.

Nachdem Glasnost und Perestroika die Basis dafür gelegt hatten, dass es zu einem politischen Umbruch kommen konnte, der den Menschen in den einstigen Ostblockstaaten und eben auch den Bürgerinnen und Bürgern der DDR das Vertrauen gab, für Frieden, Freiheit und Demokratie zu kämpfen. Nachdem sich auf Ostberliner Seite der Druck auf das SED-Regime massiv erhöht hatte, fiel die Berliner Mauer, die mehr als 28 Jahre lang die Stadt und unser Land geteilt hatte. Der 09. November 1989 war ein Tag, der die Welt verändert hat.

Damit war aber auch der Grundstein gelegt, die knapp 50 Jahre währende Besatzungszeit der Alliierten in Berlin und ganz Deutschland zu beenden.

Was mit dem Einrücken der Panzer der Roten Armee am 23. April 1945 und dem späteren Aufteilen Berlins und Deutschlands in die vier Sektoren begann, endete im August und September 1994 mit dem Abzug der Truppen der Alliierten:

Zwei Drittel der einst 400.000 US-Amerikaner, Briten und Franzosen, sowie knapp 400.000 russische Soldaten haben das wiedervereinigte und souveräne Deutschland verlassen.

Was bleibt, ist der Dank an die westalliierten Kräfte; Dank an Befreier und Beschützer; Dank an Verbündete und vor allem Freunde.

Spätestens mit der Berlin-Blockade 1948/49 wich die anfängliche Skepsis der Berlinerinnen und Berliner in den drei Westsektoren gegenüber den Siegern von 1945 vollständig. Mit jeder Tonne Lebensmittel, die über die Luftbrücke zur Versorgung der Menschen eingeflogen wurde, wuchsen Grundvertrauen und Freundschaft.

"Nirgendwo in Deutschland", schrieb der Publizist Ernst Cramer in einem Beitrag für die Morgenpost, "war die Verbrüderung mit den Soldaten der ehemaligen Kriegsgegner Frankreich, Großbritannien und Vereinigte Staaten enger als in Berlin. Viele Angehörige der westlichen Streitkräfte fühlten sich als Bürger dieser Stadt, litten mit den Berlinern, feierten mit ihnen."

Zur Wahrheit gehört aber auch, dass die Besatzungszeit in der ehemaligen DDR vielen ein menschenwürdiges Leben verbaut hat.

Gerade Berlin, als Ort der einstigen Demarkationslinie zwischen den Weltblöcken, hat die Aufgabe angenommen, die Erinnerung an ein Jahrhundert der Kriege, des Friedens und der Wiedervereinigung wachzuhalten. Gerade in Berlin sind neben einem gelebtem Miteinander hunderttausender Bürger mit Wurzeln in Frankreich, Großbritannien, Russland und den USA viele Zeitzeugnisse der gemeinsamen Geschichte erhalten und werden durch viele Institutionen und Organisationen, von denen heute viele hierhergekommen sind, tagtäglich mit Leben erfüllt: Erinnern wir uns, dass die Franzosen den Grundstein für den Flughafen Tegel legten? Dass die Luftbrückenflughäfen Tempelhof und Gatow zu Lebensadern der Westberliner wurden, was wiederum 40 Jahre später aus dem Freiheitswunsch der Menschen im Ostteil eine reale Chance erwachsen ließ?

Für uns als Union ist es wichtig, diese Wendemarken der Geschichte als Kursbuch für eine friedvolle Zukunft immer und immer wieder ins Gedächtnis und Gewissen der Menschen zu holen. Vor 20 Jahren haben die Alliierten Berlin in Frieden und Freiheit verlassen. Genau deshalb wollen wir heute daran erinnern.

Ich freue mich, dass Sie alle dafür so zahlreich hier im Abgeordnetenhaus erschienen sind und darf nun das Wort an Jochim Stoltenberg geben, der uns in den nächsten anderthalb Stunden durch die Diskussion führen wird.

Herzlichen Dank!
Florian Graf, MdA




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