Kinder müssen individuell gefördert werden

Bildung

Bildung soll allen jungen Berlinerinnen und Berlinern die Chance bieten, einen guten Schulabschluss zu erzielen, eine Ausbildung zu beginnen oder gut vorbereitet in das Studium einzusteigen. Entscheidend sind dafür die Rahmenbedingen und Inhalte: Insbesondere eine ausreichende Zahl gut qualifizierter Lehrer, modernes Unterrichtsmaterial, anspruchsvoller Unterricht und eine effiziente und motivationsfördernde Schulstruktur. Strukturveränderungen kann es also nur in Verbindung mit pädagogischen Inhalten geben. Die CDU-Fraktion steht dafür, dass Schule und Unterricht durchgängig an verlässlichen Bildungsstandards ausgerichtet sein müssen, die jedem Einzelnen die Chance zur Entfaltung seiner Begabungen eröffnen.

Das „Berliner Modell“ der neuen Profilierung der Schulstrukturen ist daher Teil einer Gesamtkonzeption der Berliner Bildungslandschaft und wird von entsprechenden Programmen zur frühkindlichen Bildung, der Neukonzeption von Lehrerarbeitszeit und dem Konzept zur Hochschulreform flankiert.

Für alle Schüler mit Sprachdefiziten muss Sprachförderunterricht bereits vor Schuleintritt verpflichtend angeboten werden, gegebenenfalls in einer vorgeschalteten Sprachförderklasse, damit die Chancengerechtigkeit beim Schulstart gewährleistet bleiben. Auch müssen bei der praktizierten Früheinschulung wieder Schuleingangsuntersuchungen und Schulreifefeststellung durcheingeführt werden, um Rückstellungen zu ermöglichen und jeder Schüler mit Defiziten vom ersten Schultag an zusätzliche Unterstützung erhält.

Bildung1

In Berlin ausgebildete Lehrer müssen hier gehalten werden. Gute Lehrer verlassen Berlin, weil ihnen in anderen Bundesländern viel bessere Konditionen angeboten werden ; massiverUnterrichtsaussfall ist die Folge. Der Weg muss daher zurück zur Verbeamtung der Lehrer gehen. Die Schulen müssen rechtzeitig vor Schuljahresbeginn zu 100% mit Lehrkräften ausgestattet sein. Zusätzlich behalten die Schulen ihre Vertretungsmittel, die sie auch auf das nächste Haushaltsjahr übertragen können. Echte Ganztagsschulen bedeuten mehr Bildung und ein attraktives Nachmittagsangebot. Dafür werden mehr Erzieher, Sozialarbeiter, Mensen, Honorarmittel und außerschulische Angebote benötigt. Mit der Verlosung von Schulplätzen werden gute Shculen kaputt gemacht und die Schüler getäuscht. Die Gymnasien dürfen bei Lehrpersonal und Instandsetzungsmaßnahmen nicht benachteiligt werden.

Auch behinderte Menschen haben das Recht auf eine gute Bildung. Wir setzen uns deshalb ausdrücklich für die Umsetzung der UN-Konvention an den Berliner Schulen ein. Eine Umetzung der UN-Konvention zum Nulltarif darf es allerdings nicht geben. Wichtig sind für uns dabei vor allem der Erhalt der Fachlichkeit und verbindliche Qualitätsstandards für die sonderpädagogische Förderung an allen Lernorten. Die Kompetenzen und die Ausbildung in allen zehn sonderpädagogischen Fachrichtungen müssen erhalten werden. Es muss schnell ein Konzept vorgelegt werden, wie zusätzlich sonderpädagogische Bestandteile in alle Lehramtsstudiengänge integriert werden können.

Außerdem benötigt die Berliner Schule eine klare Werteorientierung, denn die Unterschiedlichkeit der Berliner Schülerschaft erfordert ein klares und für alle verbindliches Fundament. Erziehung, Unterricht und Schulorganisation müssen den Geist des Grundgesetzes mit Leben erfüllen und einem Werterelativismus Einhalt gebieten. Grundlage des Schulalltags sind unsere Regeln des Zusammenlebens, die Gleichberechtigung von Mann und Frau, die Anerkennung der Menschenwürde eines jeden Schülers und Lehrers und die Einhaltung und Durchsetzung der Schulpflicht.

Die CDU-Fraktion initiierte zum Thema Bildung auch verschiedene Veranstaltungen:

Presseerklärungen

Anfragen / Anträge

Termine

Do, 23.02.2012 | 13:00

9. Plenarsitzung

Sa, 25.02.2012 | 12:00

Sprechstunde des Abgeordneten Sven Rissmann

Kontakt

Geschäftsstelle
Tel. (030) 23 25 - 21 15
Pressestelle
Tel. (030) 23 25 - 21 20