Wer zahlt für einen Platz im betreuten Wohnen?
Der Ehemann von Frau B. lebt seit geraumer Zeit in einer Einrichtung für betreutes Wohnen, da ihn seine Frau selbst nicht zu Hause pflegen kann. Es kam zu einigen Verwicklungen über die Bezahlung des Platzes. Und das kam so:
Keine Erstattung der Heizkosten
Kurt L. kämpfte mit dem Jobcenter Reinickendorf um die Erstattung seiner Heizkosten. Gerade in diesem langen Winter 2009/2010 konnte er nicht auf das Heizöl verzichten. Bei der Beantragung der Kostenübernahme im Dezember des vergangenen Jahres konnte er nicht ahnen, dass bis zur Zusage einer rückwirkenden (!) Übernahme zwei Monate vergehen würde.
Sieben Monate kein Kindergeld
Elisabeth W. stellte einen Antrag auf Kindegeld für ihren Sohn - doch sieben Monate geschah rein gar nichts, diverse telefonische Nachfragen vertrösteten sie auf später. Bis sich die Großmutter ein Herz fasste und Gregor Hoffmann kontaktierte in der Hoffnung, auf diesem Wege endlich die Kasse zum Handeln zu bewegen.
Plötzlich kein Wohngeld mehr
Anke R. (28) aus Tempelhof-Schöneberg lebt mit ihren drei kleinen Kindern in einer Wohnung, für die sie zur Unterstützung Wohngeld vom Wohnungsamt erhält. Gar nicht verstand sie aber nun, dass sie seit drei Monaten trotz Beantragung kein Wohngeld mehr erhielt.
Kalte Wohnung im Winter
In der Kummer-Nummer-Sprechstunde berichtete Frau P. (52), dass sie Angst haben müsse, bald in einer kalten Wohnung sitzen zu müssen. Anfangs sah es für sie gar nicht so aus: Das Spandauer Jobcenter bewilligte unkompliziert die beantragte Brennstoffhilfe für das von ihr für benötigte Heizöl.
Durcheinander bei Mietzahlungen
Gabi S. (45) aus Lichtenberg saß buchstäblich "zwischen den Stühlen" ihrer alten und ihrer neuen Wohnung. Ihre alte Wohnung musste sie wegen der Anmeldung von Eigenbedarf durch ihren Vermieter verlassen. Der neue Mietvertrag begann am 1. August, doch das Jobcenter zahlte in diesem Monat trotz Bewilligung keine Miete für die neue Wohnung und ab September auch nicht mehr für die alte Wohnung.


