06.03.2006 | Polizeiliche Kriminalitätsstatistik täuscht über wahren Zustand der Sicherheit in Berlin hinweg
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Henkel: Berlin bleibt Hauptstadt der Kriminalität
Henkel warf SPD-Innensenator Körting und Polizeipräsident Glietsch einen fortgeschrittenen Realitätsverlust vor, wenn sie angesichts dieser Zahlen von einem sicheren Berlin sprechen. Jubelarien kaufe ihnen im Moment keiner ab.
„Die Kriminalitätsstatistik steht in krassem Widerspruch zur Realität: Durch die Stellenkürzungen bei der Polizei sind nur die gemeldeten Delikte zurückgegangen, nicht aber die tatsächlichen. Die Dunkelziffer liegt weitaus höher, weil viele Straftaten aus Mangel an Polizisten gar nicht mehr angezeigt werden. In einigen Stadtteilen ist die Alltagkriminalität sogar schon Gewohnheit, nur weil die Polizei gar nicht mehr präsent ist und sie Straftaten nicht mehr verfolgen und aufklären kann."
Der CDU-Innenpolitiker sagte weiter: „Bezeichnend ist die Tatsache, dass wir die schlechteste Aufklärungsrate seit 1997 haben, obwohl nach Angaben von SPD-Innensenator Körting die Fallzahlen angeblich gesunken sind."
„Erfolge sehen anders aus. Berlin ist leider immer noch der gefährlichste Ort in Deutschland. Durch die aktuelle Kriminalitätsstatistik soll offenbar die Bevölkerung nur ruhiggestellt werden und der Weg geebnet werden für einen weiteren Personalabbau. Das ist verantwortungslos", schloss Henkel.
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