20.07.2010 | Weiter kollektives Versagen des Senats bei der Bekämpfung von Kinderkriminalität
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Demirbüken-Wegner: Senat erkennt neue Dimensionen gesellschaftlicher Fehlentwicklungen nicht
Insbesondere illegal eingeschleuste Kinder sind dem Treiben der organisierten Kriminalität per se ausgesetzt. Kriminell werden diese Kinder erst dadurch, dass der Senat diese Kinder in der Aufsichts- und damit letztlich Befehlsobhut von zweifelhaften, oftmals bereits polizeilich bekannten Familienverbünden belässt. Mit dem Aufgreifen solcher Kinder wird die Betreuung dieser durch den Staat zwingend notwendig. Betreuung hieße dann aber auch, sich kümmern und nicht das Kümmern andern zu überlassen. Das Konzept einer offenen, ortsungebundenen Unterbringung ist gescheitert! Die Unterbringung in geschlossenen Heimen ist für aktenkundige Mehrfachtäter zwingend geboten. Der Senat ist aufgefordert, ein Konzept einer präventiven Fürsorge für diese Kinder vorzulegen. Entsprechende Vorschläge haben sowohl Angehörige der Justiz, der Polizei wie auch der Bezirksämter vorgelegt.
Offensichtlich aus Angst davor, dass diese Debatte den Blick auf die verfehlte Integrationspolitik des Senats öffnen könnte und aus Furcht davor, mit der einen oder anderen fachkundigen Maßnahme bei Interessierten in den Geruch von Ausländerfeindlichkeit zu kommen, scheut der Senat dieses Thema. Dabei haben die Berlinerinnen und Berliner mit Einwanderungsgeschichte das gleiche Interesse an einer sicheren Gesellschaft wie jeder andere. Diese Hasenfüssigkeit zeigt, dass der Senat von Berlin diese den gesellschaftlichen Zusammenhalt gefährdende Entwicklung in seiner Dimension total verkennt und zur Spaltung der Bevölkerung weiter beiträgt."


