05.11.2010 | Senat soll drittes Ausbildungsjahr bei Umschülern übernehmen
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Hoffmann: Mehr Menschen in Pflegeberufe bringen

Der sozialpolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Gregor HOFFMANN, erklärt zum Fachkräftemangel in der Pflege:

"Einrichtungsträger der Pflegebranche beklagen schon heute einen akuten Mangel an Fachkräften. Derzeit sind auf dem Arbeitsmarkt vor allem Hilfskräfte verfügbar. Auf Grund der demographischen Entwicklung wird der Bedarf an Fachkräften jedoch in den nächsten Jahren weiter deutlich steigen. Maßnahmen zur Fachkräftesicherung sind also überfällig.

Foto von Gregor Hoffmann

Um einen andauernden Pflegenotstand in den kommenden Jahren zu verhindern, werden mehr Menschen, die in die Pflegeberufe gehen, gebraucht. Das kann nur erreicht werden, indem dieses Berufsfeld attraktiver gestaltet wird. Dazu gehört eine gute Ausbildung, eine adäquate Entlohnung, berufliche Weiterentwicklungsmöglichkeiten und vor allem eine bessere gesellschaftliche Anerkennung der Arbeit der Pflegenden.

Zur Zeit ist die Arbeitssituation vieler Pflegefachkräfte immer noch geprägt von extrem hoher Arbeitsbelastung, großer Verantwortung und geringen Entgelten. Viele Pflegende geraten dabei schnell an die Grenzen ihrer physischen und psychischen Belastbarkeit. Resultat ist, dass engagierte Fachkräfte aus dem Beruf ausscheiden und voraussichtlich in ein bis zwei Jahren auch die angebotenen Ausbildungsplätze nicht mehr besetzt werden können. Da bildet Berlin keine Ausnahme.

Deshalb fordert die CDU-Fraktion eine Senatsinitiative für bessere Personalbemessungen in der Pflege, konkurrenzfähige Gehälter und Ausbildungsvergütungen sowie mehr Aufstiegschancen.

Vor allem die Unterstützung und Förderung der Frauen und Männer, die einen Pflegeberuf ergreifen wollen, muss im Fokus des Senats stehen. Dazu gehören vor allem auch Umschülerinnen und Umschüler zur Pflegefachkraft, deren drittes Ausbildungsjahr nach wie vor nicht nachhaltig gesichert ist. Hier sollte der Senat Verantwortung übernehmen und entsprechend dem Vorbild des Landes Niedersachsens dessen Finanzierung übernehmen.“

Antrag

PDF Download d16-3595.pdf (21,02 kB)

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